

Willkommen im Herzen der Lieberoser Heide: dem Wildnisgebiet Lieberose! Auf dem Gelände des einst größten Truppenübungsplatzes Ostdeutschlands ist seit 2006 die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg aktiv. Auf den Flächen finden keine Eingriffe mehr statt, viele Areale stehen unter besonderem Schutz und sind sich selbst überlassen, sodass sich die Natur ungestört entwickeln kann.
Start: Parkplatz am Bergsee (Butzen)
Länge: 15 Kilometer
Highlights: Bergsee, Butzener Bagen, Heiden
Gleich zu Beginn führt der Weg am Bergsee vorbei, einem lebendigen Biotop, das nicht nur Schellenten und Mosaikjungfern beheimatet, sondern auch See- und Fischadler regelmäßig anlockt.
Weiter geht es zum Butzener Bagen. Bagen kommt vom sorbischen/ wendischen „bagno“ und bedeutet „feuchte Gegend”. Das ehemalige Moor wurde 2006 renaturiert und ist seitdem wieder mit Wasser versorgt: Das schützt den Lebensraum spezialisierter Arten wie Moorfrosch, Torfmoos, Wollgras oder Sonnentau und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, indem große Mengen Wasser und Kohlenstoff gespeichert werden. Besonders im Sommer bieten der Butzener Bagen und auch der Ugringsee ein farbenfrohes Schauspiel zahlreicher Libellen. Mit etwas Glück könnten Sie die sehr selten gewordene Gemeine Keiljungfer entdecken.
Durch die ausgedehnten Wälder hindurch eröffnen sich auch immer wieder Aussichten auf größere Offenflächen und Heiden, die durch die militärische Nutzung und andere menschliche Einflüsse im Gebiet entstanden sind. Diese offenen Flächen bieten Lebensraum für trockenheitsliebende Arten wie den Ameisenlöwen oder die Blauflügelige Ödlandschrecke und machen die Wanderung mit den vielen spannenden Infotafeln an den Wegen zu einem abwechslungsreichen Naturerlebnis.
Die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg realisiert gemeinsam mit dem Botanischen Garten der Universität Potsdam und der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe von 2019 bis 2026 das Projekt "LIFE Trockenrasen". Mit dem Projekt werden wertvolle Trockenlebensräume im Land Brandenburg geschützt, erhalten und wiederhergestellt.
Ansprechpartnerin:
Janine Ruffer (Projektleitung)
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