

Am Altdöberner See schaufelten einst laute Bagger, künftig wird er als einer der größten Binnenseen Brandenburgs zum Naturparadies.
Start: Großräschen
Länge: 38 Kilometer
Highlights: Woschkower Binnendünen, Altdöberner See, Stonehenge der Niederlausitz, Schlosspark Altdöbern
Vom Startpunkt in Großräschen geht es zu den Woschkower Binnendünen. Entstanden sind sie vor etwa 130.000 Jahren, am Ende der Saale-Eiszeit: Auf den Sandflächen wuchs aufgrund der Kälte nichts und so türmten starke Winde den feinen Sand zu den mehreren Meter hohen Binnendünen auf. Heute kommen hier Blaugrünes Schillergras, Sand-Thymian und Silbergras, aber auch Raufußkauz, Ziegenmelker und einige seltene Schmetterlinge vor.
Durch den Wald gelangen Sie zu einer Heidefläche. Im Spätsommer verwandelt die Besenheide die Landschaft in ein purpurnes Blütenmeer. Ihren Namen trägt die Besenheide übrigens, weil ihre biegsamen Zweige früher zu Besen gebunden wurden. Die Beweidung mit Schafen und Ziegen, das Entkusseln, also die Entnahme von aufgewachsenen Gehölzen, und das kontrollierte Abbrennen der überalterten Heidebestände waren über Jahrhunderte Methoden der Heidepflege. Seit diese Nutzungen aufgegeben wurden, wachsen die Heideflächen zu und mit ihnen verschwindet für manche Tierarten ihr letzter Lebensraum.
Am Altdöberner See erwartet Sie eine abwechslungsreiche Landschaft aus Wiesen, Dünen und jungen Wäldern. Zauneidechsen und Blindschleichen können hier den Weg kreuzen.
Der Radweg führt weiter zum „Stonehenge der Niederlausitz“. Die Installation des Künstlers Herman Prigann aus den 1990er Jahren soll an die Sonnenheiligtümer der Oberlausitz erinnern, die vor tausenden Jahren den Menschen den Beginn der Jahreszeit angezeigt haben. Die Aussicht auf den Altdöberner See lädt zum Verweilen ein. Auf der Strecke nach Altdöbern geht es kurzzeitig steil bergauf. Im Schlosspark Altdöbern können Sie eine Pause einlegen und wieder zu Atem kommen, bevor es zum Bahnhof geht.
Die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg realisiert gemeinsam mit dem Botanischen Garten der Universität Potsdam und der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe von 2019 bis 2026 das Projekt "LIFE Trockenrasen". Mit dem Projekt werden wertvolle Trockenlebensräume im Land Brandenburg geschützt, erhalten und wiederhergestellt.
Ansprechpartnerin:
Janine Ruffer (Projektleitung)
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