

Startpunkt der Tour ist in Ruhland, ein ehemaliges Fischerdorf. Von dort geht es durch das Landschaftsschutzgebiet „Elsterniederung und westliche Oberlausitzer Heide“ zum Schorlteich.
Start: Ruhland
Länge: 30 Kilometer
Highlights: Teichlandschaft Dub, Schloss Lipsa, Schlossteich Guteborn, Sorgenteiche
Im Mittelalter legten die Menschen in der Region viele Teiche an, um darin Fische zu züchten. Die ältesten bekannten Aufzeichnungen über die Fischteiche der Oberlausitz reichen bis ins Jahr 1248 zurück. Auch das Teichgebiet Dub ist ein Zeugnis dieser Zeit. Allerdings lohnt sich die Teichwirtschaft schon lange nicht mehr: Viele Teiche werden nicht mehr genutzt und wachsen zu. Damit gehen wertvolle Feuchtlebensräume verloren. Wussten Sie, dass viele Amphibien, zum Beispiel die Rotbauchunke oder die Kreuzkröte, hier ihre Laichgewässer finden?
Die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg setzt sich dafür ein, diesen artenreichen Lebensraum zu erhalten. Beispiel Dub: Durch gezielte Steuerung des Wasserstandes soll das Gleichgewicht im Ökosystem gesichert werden. Eine frühe Befüllung vor März unterstützt Amphibien zur Laichzeit, ab September entstehen durch niedrigere Wasserstände wichtige Schlammflächen für Watvögel und im November bietet das erneut angestaute Wasser Rastplätze für Zugvögel. Wer dem Vogelkonzert von Teich-, Drosselrohrsänger und Flussseeschwalbe lauschen möchte, ist hier genau richtig.
Entlang von Wiesen und Feldern geht es weiter zum Schloss Lipsa. Wer möchte, kann hier sein Rad abstellen und durch den 22 Hektar großen Landschaftspark spazieren. An der Friedenseiche vorbei, führt Sie der Radweg durch den denkmalgeschützten Waldpark zum Schlossteich Guteborn. Das ehemalige Schloss ist zwar nicht mehr vorhanden, dafür befindet sich heute im ehemaligen Waschhaus ein Café, das Sie an ausgewählten Wochenenden mit leckerem Kaffee und Kuchen empfängt.
Auf dem Rückweg erreichen Sie den Sorgenteich, ein Rückzugsgebiet für Amphibien, das jedoch stark unter Wassermangel leidet. Auch hier versucht die Stiftung durch Sanierungen der Staubauwerke den Lebensraum zu erhalten.
Die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg realisiert gemeinsam mit dem Botanischen Garten der Universität Potsdam und der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe von 2019 bis 2026 das Projekt "LIFE Trockenrasen". Mit dem Projekt werden wertvolle Trockenlebensräume im Land Brandenburg geschützt, erhalten und wiederhergestellt.
Ansprechpartnerin:
Janine Ruffer (Projektleitung)
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