

Für diese Tour planen Sie besser mehr Zeit ein, denn im Naturpark Niederlausitzer Landrücken gibt es viel zu entdecken!
Start: Walddrehna
Länge: 54 Kilometer
Highlights: Bornsdorfer Schlossturm, Töpferdorf Crinitz, Stiebsdorfer See, Drehnaer Weinberg, Natur- und Erlebniszentrum Wanninchen
Sie beginnt mit einem Blickfang: Die gotische Feldsteinkirche in Waldrehna mit ihrem markanten Glockenturm kann nach Anmeldung (Tel. 035455-665) besichtigt werden. Im nächsten
Dorf lohnt schon das nächste Bauwerk einen Zwischenstopp: Vom 20 Meter hohen Bornsdorfer Schlossturm können Sie den ehemaligen Herrensitz mit angrenzendem Schlosspark gut überblicken. Weiter geht es in das Töpferdorf Crinitz, wo bereits in der Jungsteinzeit Tongefäße hergestellt wurden und diese Handwerkstradition bis heute gepflegt wird.
In Fürstlich-Drehna begrüßt Sie die historische Bockwindmühle auf dem Mühlenberg. Im Ortskern erwartet Sie eine Ausstellung über den Naturpark. Ein weiteres Highlight ist das Wasserschloss mit seinem malerischen Landschaftspark. Entlang der riesigen Eichen und Blutbuchen geht es weiter zum Stiebsdorfer See und Drehnaer Weinberg. Die Herzogin von Sachsen-Weißenfels versuchte es im 18. Jahrhundert mit dem Weinbau. Doch die edlen Tropfen waren wenig gefragt, ihr Geschmack fiel eher sauer aus. Später nahm der Tagebau Schlabendorf das Gelände in Anspruch und hinterließ den heute strahlendblauen, sauren See am Fuße des Weinbergs. Rund um seine fast weißen Ufer haben inzwischen spezialisierte Tier- und Pflanzenarten wie Sandlaufkäfer und Kartäuser-Nelke einen einzigartigen Lebensraum gefunden.
Weiter geht es entlang des Schlabendorfer Sees, wo einst das Dorf Wanninchen dem Tagebau weichen musste und sich heute ein Naturparadies entwickelt hat. Ein Gehöft blieb erhalten: das heutige Natur- und Erlebniszentrum Wanninchen der Heinz Sielmann Stiftung. Im Gebiet brüten viele Vögel, während an den Rändern durch Beweidung Areale für seltene Arten wie den Wiedehopf bewahrt werden. Auch Berg-Sandglöckchen und Sand-Strohblume kommen hier vor.
Eine Abkühlung versprechen der Stoßdorfer oder der Hindenberger See. Zum Abschluss der Tour erwartet Sie in Groß Radden ein kleiner Trockenrasen mit dem zarten Ohrlöffel-Leimkraut, dem seltenen Sand-Tragant und Berg-Haarstrang.
Die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg realisiert gemeinsam mit dem Botanischen Garten der Universität Potsdam und der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe von 2019 bis 2026 das Projekt "LIFE Trockenrasen". Mit dem Projekt werden wertvolle Trockenlebensräume im Land Brandenburg geschützt, erhalten und wiederhergestellt.
Ansprechpartnerin:
Janine Ruffer (Projektleitung)
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