Tierische Landschaftspfleger unterwegs

Tierische Landschaftspfleger unterwegs

Ziegen knabbern gern an Sträuchern und Gehölzen: So wird der Bewuchs zurückgedrängt und die Flächen bleiben offen. Foto: J. Müller

In 14 Gebieten unseres Projektes LIFE Trockenrasen weiden wieder knapp 1000 Schafe und Ziegen. Mit acht Schäferinnen und Schäfern arbeiten wir im Projekt zusammen und schützen mit dieser Beweidung die trockenen, aber artenreichen Lebensräume.

Warum? Trockenrasen sind durch Nutzung entstanden. Eine extensive, kleinbäuerliche Bewirtschaftung ist heute nicht mehr rentabel. Werden die Flächen aber nicht mehr genutzt, wachsen sie zu: Typische und teils hochspezialisierte Pflanzen oder Tiere verschwinden. Viele der früher häufig vorkommenden Arten wie die Wiesen-Küchenschelle oder die Sand-Silberscharte sind heute vom Aussterben bedroht.

Um Offenlebensräume und ihre Artenvielfalt zu fördern und zu erhalten, setzen wir auf Beweidungsprojekte: Durch die Tritte der Schafe entstehen zum Beispiel offene Bodenstellen, in denen lichthungrige Pflanzen gut keimen können. Ziegen knabbern gern an Sträuchern und Gehölzen: So wird der Bewuchs zurückgedrängt und die Flächen bleiben offen.

Das Projekt LIFE Trockenrasen

Die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg realisiert gemeinsam mit dem Botanischen Garten der Universität Potsdam und der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe von 2019 bis 2026 das Projekt "LIFE Trockenrasen". Mit dem Projekt werden wertvolle Trockenlebensräume im Land Brandenburg geschützt, erhalten und wiederhergestellt.

Ansprechpartnerin:
Janine Ruffer (Projektleitung)
E-Mail schreiben

Nach oben