Pufferstreifen schützt Trockenrasen

Pufferstreifen schützt Trockenrasen

Ein Pufferstreifen schützt den Trockenrasen vor Nährstoffeinträgen aus der Landwirtschaft.
Der Niederliegende Ehrenpreis: eine typische Art der Trockenrasen.
Der Landwirtschaftsbetrieb Marktfrüchte Ketzin GmbH unterstützt unser Projekt.

Am Westrand des Burgwalls bei Knoblauch (Stadt Ketzin) im Havelland hat der Landwirtschaftsbetrieb Marktfrüchte Ketzin GmbH einen etwa zwölf Meter breiten Pufferstreifen angelegt.

Dazu wurde auf dem direkt an den Burgwall angrenzenden Ackerschlag im Jahr 2019 auf 2.300m² kein Raps eingesät, so dass auch keine Bodenbearbeitungs-, Dünge- und Pflanzenschutzmaßnahmen erforderlich sind. Der Pufferstreifen wird in den kommenden Jahren bestehen bleiben. Das wirkt sich positiv auf die Steppentrockenrasen am Burgwall aus.

Der Burgwall bei Knoblauch liegt im Natura-2000-Gebiet „Steppenhügel im Havelland“. Hier kommen seltene Pflanzen wie Federgräser, die Kleine Wiesenraute oder der Niederliegende Ehrenpreis vor.

Die Pflanzen der Steppentrockenrasen können nur auf nährstoffarmen Standorten ihren Konkurrenzvorteil bei Wassermangel und Trockenheit ausspielen.

Die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg und die Markfrüchte Ketzin GmbH werden am Burgwall in Knoblauch langfristig zusammenarbeiten. Neben dem Pufferstreifen konnten wir auch eine Brachfläche mit Obstgehölzen pachten, die in den kommenden Jahren mit in die Beweidung des Schutzgebiets einbezogen wird.

Zudem wird es einen regelmäßigen Austausch über die Ergebnisse und Auswirkungen der geänderten Nutzung auf das Schutzgebiet geben. Wir freuen uns sehr über die große Bereitschaft des Betriebes zur Zusammenarbeit!

Das Projekt LIFE Trockenrasen

Die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg realisiert gemeinsam mit dem Botanischen Garten der Universität Potsdam und der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe von 2019 bis 2026 das Projekt "LIFE Trockenrasen". Mit dem Projekt werden wertvolle Trockenlebensräume im Land Brandenburg geschützt, erhalten und wiederhergestellt.

Ansprechpartner:
Dr. Holger Rößling (Projektleitung)
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