120 Schafe pflegen den Birkhorst bei Trebbin

120 Schafe pflegen den Birkhorst bei Trebbin

Schafe sind wertvolle Helfer in der Landschaftspflege.
Neben Gras fressen sie auch gerne die Schale von Gehölzen und verringern so deren Ausbreitung.
Etwa einen Monat verbringen die Tiere auf dem fünf Hektar großen Areal.

Der Birkhorst im FFH-Gebiet "Kalkmagerrasen Trebbin" ist eine Flugsandinsel in einem großen Niedermoorgebiet. Hier haben sich Trockenrasen und Pfeifengraswiesen erhalten. Hier wachsen der Ährige Ehrenpreis (Veronica spicata), die Pracht-Nelke (Dianthus superbus) und die Stängellose Kratzdistel (Cirsium acaule).

Schon in der Natura-2000-Managmentplanung haben die Agrargenossenschaft Trebbin und die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg gemeinsam an einer Nutzungsperspektive für den Birkhorst gearbeitet. Im Bodenordnungsverfahren Christinendorf werden der Stiftung nun Flächen im südlichen Teil des Schutzgebiets zugeordnet. So kann die Stiftung mit ihrem Projekt LIFE Trockenrasen eine regelmäßige Nutzung auf dem Birkhorst organisieren.

Die genügsamen Bentheimer und Suffolkschafe von Schäfer Jürgen Körner aus Jüterbog stört das alles wenig. Sie fühlen sich auf dem Birkhorst sichtlich wohl und  fressen nicht nur Gräser, sondern knabbern  auch gerne an Sträuchern und kleinen Bäumen. Da es sich dabei vor allem um die Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina) handelt, freut es uns, dass die Schafe diese schälen und so eine weitere Ausbreitung dieser nicht heimischen Gehölze verhindern.

Noch bis Mitte Mai werden die Schafe auf dem ungefähr fünf Hektar großem Areal grasen. Damit ihnen nichts passiert, bewachen zwei Herdenschutzhunde die Tiere.

 

 

Das Projekt LIFE Trockenrasen

Die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg realisiert gemeinsam mit dem Botanischen Garten der Universität Potsdam und der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe von 2019 bis 2026 das Projekt "LIFE Trockenrasen". Mit dem Projekt werden wertvolle Trockenlebensräume im Land Brandenburg geschützt, erhalten und wiederhergestellt.

Ansprechpartner:
Dr. Holger Rößling (Projektleitung)
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